Die drei ersten Bücher der Tora nach der Genesis beginnen im Hebräischen alle mit dem Buchstaben Wav, wobei dieser Präfix die Bedeutung von ‚und‘ hat. Warum ist das wichtig – und warum sollte man diesen Buchstaben bei einer Übersetzung berücksichtigen? „Kann man einen Buchstaben in einer Übersetzung einfach entfallen lassen?“ weiterlesen
Kategorie: Übersetzung
Noli me tangere
Gängigerweise hört man das lateinische ‚noli me tangere‚ mit, wenn es um die Übersetzung von Joh 20,17 geht. Luther 2017 übersetzt: ‚Rühr mich nicht an!‘, während die revidierte Einheitsübersetzung hat: ‚Halte mich nicht fest.‘ Was stimmt denn jetzt? „Noli me tangere“ weiterlesen
Wer ist die Frau aus Offenbarung 12?
Offb 12 schildert eine Frau, bekleidet mit der Sonne. den Mond zu ihren Füßen und auf ihrem Kopf eine Krone von 12 Sternen. So wie Albrecht Dürer (1471-1528) auf dem Frontispiz seiner Illustration zur Apokalypse von 1511 werden viele Lesende sofort an Maria, die Mutter Jesu denken. Diese Deutung ist – vor allem auch durch die Kunst – weit verbreitet. Aber: sie ist nicht ursprünglich. „Wer ist die Frau aus Offenbarung 12?“ weiterlesen
War Markus der Dolmetscher des Petrus?
1 Der Bericht des Papias
Auch wenn Papias von Hierapolis kein besonders vertrauenerweckender Zeuge ist, muss ich ihn an dieser Stelle zu Wort kommen lassen. Die folgende Aussage dürfte er um 120 n. Chr. getätigt haben 1, Eusebius hat sie in seiner Kirchengeschichte überliefert.
„War Markus der Dolmetscher des Petrus?“ weiterlesen
Nochmal zum Thema Sklaverei
Ich habe das Thema hier schon behandelt und bereits einmal gezeigt, dass es beschämend lang gedauert hat, bis das Christentum konkrete Schritte zur Überwindung der Sklaverei gesetzt hat. Jetzt ist mir ein Brief untergekommen, der sich dieser Frage in beeindruckender Weise angenommen hat – allerdings war sein Autor ein gebildeter Heide. „Nochmal zum Thema Sklaverei“ weiterlesen
Die sechste Vater-Unser-Bitte in der lateinischen Tradition
Ich werfe hier nach der vorherigen Untersuchung einen Blick auf die lateinische Tradition ab dem 4. Jahrhundert, der einen erstaunlichen Befund bietet. Bei allen Autoren habe ich den Zeitpunkt angegeben, zu dem das jeweils zitierte Werk verfasst wurde.
„Die sechste Vater-Unser-Bitte in der lateinischen Tradition“ weiterlesen
Und führe uns nicht in Versuchung? – Teil 2
Nachdem ich im ersten Teil einen Blick auf den biblischen Befund geworfen habe, um die Formulierung der sechsten Vater-unser Bitte besser zu verstehen, will ich jetzt noch der frühen Bibelauslegung bei den Vätern nachgehen, um die Frage nach der Übersetzung von »und bringe uns nicht in peirasmós« noch besser zu klären.
Und führe uns nicht in Versuchung?
Papst Franziskus hat in einem Interview ausdrücklich die deutsche Übersetzung der sechsten Bitte des Vater-unser kritisiert, weil Gott niemanden in Versuchung führe. Ich werfe daher einen genaueren Blick in die biblischen Aussagen zum Thema.
Die Zeichen der Zeit
Zu den bekanntesten theologischen Ausdrucksformen gehört sicherlich die Rede von den »Zeichen der Zeit«. Theologisch Gebildete wissen, dass der Ausdruck eine prominente Rolle in einem der grundlegenden Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils spielt (Gaudium et Spes). Aber ist er auch biblisch?
Wer schrieb die Offenbarung?
Die Frage, wer der Autor der Offenbarung des Johannes sei – oder genauer, welcher Johannes das letzte Buch der christlichen Bibel verfasst habe, wird seit Jahrhunderten diskutiert. Ich bringe hier einen Beitrag zu dieser Frage, der trotz seines hohen Alters nichts von seiner Aktualität eingebüsst hat.