Ist es vorstellbar, dass Atheisten die Bibel als Buch wertschätzen können? Nicht, wenn man es mit Richard Dawkins hält, der in seinem Bestseller „The God delusion“ schrieb:
„Die Bibel – ein Buch auch für Nicht-Glaubende und Atheisten?“ weiterlesen
Ein Blog über die Interpretation der Bibel
Ist es vorstellbar, dass Atheisten die Bibel als Buch wertschätzen können? Nicht, wenn man es mit Richard Dawkins hält, der in seinem Bestseller „The God delusion“ schrieb:
„Die Bibel – ein Buch auch für Nicht-Glaubende und Atheisten?“ weiterlesen
Es ist notwendig, die Ansichten der Alten zu erlernen. (…) Das wird nämlich auch zu zweierlei nützlich sein. Erstens, weil wir das, was von ihnen gut gesagt worden ist, zu unserer Unterstützung erlernen werden. Zweitens, weil wir das, was schlecht ausgedrückt wurde, vermeiden werden. (Thomas v. Aquin: Über die Seele I,2)
In diesem Blog lasse ich immer wieder die Kirchenväter ausführlich zu Wort kommen, da sie die biblischen Texte bereits vor mehr als anderthalb Jahrtausenden gründlich gelesen und oft sehr tiefsinnig ausgelegt haben. Ihr spiritueller Zugang kann auch heutigen Menschen eine Hilfe sein, die antiken biblischen Texte besser zu verstehen und sich existentiell anzueignen. Dennoch ist es notwendig, sich über die Grenzen ihres Zugangs Rechenschaft abzulegen und nicht den Fehler zu machen, sich in einer Art spirituellem Märchenwald zu verlaufen.
„Über die Grenzen der Bibelauslegung durch die Kirchenväter“ weiterlesen
Ich habe hier schon einmal über die Zählung der Masoreten berichtet, deren Zahlenangabe mir zu hoch erschient. Hier daher mein Versuch, das Problem mit Emacs und dem im Internet erhältlichen digitalen masoretischen Text zu lösen. Wer nach einem Motiv für dieses Vorgehen sucht, findet es in Mt 5,16 und Lk 16,17.
Ich habe das 2020 in 6. Auflage erschienene Buch des Jesuiten Christoph Wrembeck (CW) gelesen und mich entschlossen, es hier zu rezensieren.
In seiner Beschreibung Griechenlands bietet Pausanias (um 115 – ca. 180) bei seinem Besuch in Olympia eine Altar-Periegese – und kommt dabei auf den kairos zu sprechen:
„Was bedeutet Kairos?“ weiterlesen
Was lange währt, wird endlich gut: Susanne Plietzsch konnte das Buch „Geteilte Diskurse: Moritz Rahmers »Die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus« zum Buch Genesis“ veröffentlichen, an dessen Entstehung ich mit weiteren Personen beteiligt war.
Das Buch ist als open access-Werk frei downloadbar. Einen Teil der Quaestiones in Genesim des Hieronymus habe ich hier im Blog bereits übersetzt. Vielleicht setze ich die Übersetzung einmal fort ….
Gelegentlich treffe ich auf die Ansicht, dass die Bibel eigentlich mit schuld am Nahostkonflikt sei, da hier Israel von Gott ein Gebiet versprochen wurde, dass deutlich größer sei, als die völkerrechtlich anerkannten Grenzen des heutigen Staates Israel. Das würde es religiösen und/oder nationalistischen Fanatikern ermöglichen, immer mehr Land zu fordern und münde so praktisch in ethnische Säuberungen, wie beispielsweise im Ostjordanland. Ich möchte hier als Bibliker diesen Vorwurf an die Bibel überprüfen: Ist das wirklich so?
In diesem Beitrag soll der Weg von der Grammatik zur Spiritualität
führen, das geht in drei Schritten: Vers→Verb→Deutung
Der Namen Morijah findet sich das erste Mal in der hebräischen Bibel in Gen 22,2, als Abraham von Gott den Auftrag empfängt, seinen Sohn Isaak zu opfern. Die Frage, welche Bedeutung dieser Namen hat, beschäftigt biblisch Interessierte bis heute.
Noch ein interessantes Fundstück: Ich habe es hier erklärt.