Über die Grenzen der Bibelauslegung durch die Kirchenväter

 

Es ist notwendig, die Ansichten der Alten zu erlernen. (…) Das wird nämlich auch zu zweierlei nützlich sein. Erstens, weil wir das, was von ihnen gut gesagt worden ist, zu unserer Unterstützung erlernen werden. Zweitens, weil wir das, was schlecht ausgedrückt wurde, vermeiden werden. (Thomas v. Aquin: Über die Seele I,2)

In diesem Blog lasse ich immer wieder die Kirchenväter ausführlich zu Wort kommen, da sie die biblischen Texte bereits vor mehr als anderthalb Jahrtausenden gründlich gelesen und oft sehr tiefsinnig ausgelegt haben. Ihr spiritueller Zugang kann auch heutigen Menschen eine Hilfe sein, die antiken biblischen Texte besser zu verstehen und sich existentiell anzueignen. Dennoch ist es notwendig, sich über die Grenzen ihres Zugangs Rechenschaft abzulegen und nicht den Fehler zu machen, sich in einer Art spirituellem Märchenwald zu verlaufen.

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Noli me tangere

Gängigerweise hört man das lateinische ‚noli me tangere‚ mit, wenn es um die Übersetzung von Joh 20,17 geht. Luther 2017 übersetzt: ‚Rühr mich nicht an!‘, während die revidierte Einheitsübersetzung hat: ‚Halte mich nicht fest.‘ Was stimmt denn jetzt? „Noli me tangere“ weiterlesen