Ein Text vom Toten Meer zum Thema Scheidung (frühes 2. Jh.)

Das Dokument wurde in Murabba’at am Toten Meer gefunden und ist ein Papyrus, auf den in Kursivschrift ein aramäische Text geschrieben wurde. Seine Erstveröffentlichung datiert aus dem Jahr 1961. 1 Aufgrund der großen Unterschiede in der Buchstabengröße gehen die Herausgeber von einer wenig geübten Hand aus („La main est peu habile“). Dieser Eindruck wird durch die Fehler und Verschreibungen im Text verstärkt. Die Aussagen der Zeilen 1-11 auf der Vorderseite werden in den Zeile 12-25 wiederholt. Diese Wiederholung habe ich nicht noch einmal übersetzt. „Ein Text vom Toten Meer zum Thema Scheidung (frühes 2. Jh.)“ weiterlesen

Interview mit Kristin de Troyer

Die in Salzburg und St. Andrews lehrende Kristin de Troyer hat ein sehr lesenswertes Interview gegeben, dessen Schlusswort jedem biblisch interessierten Menschen zu denken geben sollte:

A debate needs to take place in every institution: which text do we use for teaching: the Old Greek, the MT, a Qumran text, or what? Similarly, how do we communicate to colleagues in Classics or History that “the Bible” no longer exists, but that multiple versions of it are worth reading.

 

Das angebliche Evangelium von Jesus Frau

Der Fernsehsender Phoenix hat am 30. Oktober 2018 eine ‚Dokumentation‘ mit dem Titel »Aufgedeckt: Geheimnisse des Altertums. Auf der Suche nach Jesus Frau« gebracht, in der Karin L. King, Professorin an der Harvard Divinity School, ausführlich zu Wort kam, die ein koptisches Evangelium von der Frau Jesu entdeckt haben will. Sie publizierte ihre ‚Entdeckung‘ 2014 und generierte umfassende Aufmerksamkeit.
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Ein jedermann sei untertan der Trump-Administration?

Eine aktuelle Bibelauslegung durch den US-amerikanischen Justizminister Jeff Sessions: Weil die Vorgangsweise seiner Regierung, mehr als 650 illegale Immigranten von ihren Kindern zu trennen, heftige Kritik hervorgerufen hatte, berief sich der Minister auf den Apostel Paulus. „Ein jedermann sei untertan der Trump-Administration?“ weiterlesen

Das I in IS

Aus aktuell bedrückendem Anlass: Rüdiger Lohlker, Professor am Institut für Orientalistik der Universität Wien, hat einige Beobachtungen zur Rolle der Religion im Zusammenhang mit dem »Islamischen Staat« veröffentlicht. Dank seinen Arabisch-Kenntnissen ein sehr lesenswerter Beitrag (direkter Link).

Leben lesen – Kinder und Jugendliteratur im Kontext religiöser Lektüre

Diesen Samstag spreche ich in Wien bei der Stube (der Studien- und Beratungsstelle für Kinder und Jugendliteratur) zum Thema:

»Wenn dein Kind dich morgen fragt…« (Dtn 6,20). Kinderbibeln im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit.

Das komplette Programm des Studientages findet sich hier.