Simon Magus, eine altlateinische Inschrift und ihre Folgen

In Apg 8,9-24 berichtet Lukas von einem Simon, der als Magier großen Eindruck auf die Einwohner der Stadt Sebaste1 in Samaria machte. Beeindruckt von der Verkündigung des Philippus lässt er sich taufen und versucht, Petrus die Vollmacht, durch Handauflegung den Heilige Geist zu verleihen, abzukaufen. Die Perikope endet mit einer brüsken Zurückweisung Simons durch Petrus, dem Aufruf zur Umkehr an Simon und dessen Bitte an Petrus, für ihn zu beten. „Simon Magus, eine altlateinische Inschrift und ihre Folgen“ weiterlesen

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  1. So identifiziert Rudolph Pesch die von Lukas in 8,5 genannte »Stadt Samarias« in EKK V/1 S. 272

Wurden die Evangelien zu Gunsten von Kaiser Konstantin verändert?

Ich bin bei Vorträgen der Frage begegnet, ob die Evangelien nicht im Sinne Kaiser Konstantins verändert worden sein. In diesem Zusammenhang wird gerne auf das bekannte Wort verwiesen: »gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört«. Ich will hier zeigen, warum dieses Wort keine nachträgliche Hinzufügung sein kann. „Wurden die Evangelien zu Gunsten von Kaiser Konstantin verändert?“ weiterlesen

Zur Lichtregie in der Feier der Osternacht

Nach der Osteroktav ist es Zeit für einen kleinen Rückblick auf die Liturgie der Osternachtfeier. Hier spielt die Bibelauslegung durch die Liturgie eine ganz entscheidende Rolle, und sehr erhellend ist dabei der Einsatz von Licht und Finsternis. „Zur Lichtregie in der Feier der Osternacht“ weiterlesen

Das I in IS

Aus aktuell bedrückendem Anlass: Rüdiger Lohlker, Professor am Institut für Orientalistik der Universität Wien, hat einige Beobachtungen zur Rolle der Religion im Zusammenhang mit dem »Islamischen Staat« veröffentlicht. Dank seinen Arabisch-Kenntnissen ein sehr lesenswerter Beitrag (direkter Link).

Die Perikope von der Ehebrecherin

In Joh 7,53-8,11 findet sich in den heutigen Bibel-Ausgaben die Erzählung von der Ehebrecherin, die Jesus vor der Steinigung mit den Worten bewahrt: Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie (Joh 8,7b; Ü: Luther 1984). Doch dieser Text stammt sicher nicht vom Verfasser des Vierten Evangeliums und stand ursprünglich auch gar nicht im Neuen Testament. „Die Perikope von der Ehebrecherin“ weiterlesen

Plötzlich fremd – Diskussionsabend in der Tandelmarktgasse

Am 16. März 2016 darf ich von 18:30-20:30 Uhr ein Gespräch zwischen Isolde Charim und Doron Rabinovici moderieren. Es steht unter dem etwas sperrigen Titel »Plötzlich fremd „Othering“ und seine Auswirkungen zwischen Christ_innen und Jüdinnen_Juden« und wird vom Christlich-Jüdischen Koordinierungsausschuss veranstaltet. Details gibt es hier.

Leben lesen – Kinder und Jugendliteratur im Kontext religiöser Lektüre

Diesen Samstag spreche ich in Wien bei der Stube (der Studien- und Beratungsstelle für Kinder und Jugendliteratur) zum Thema:

»Wenn dein Kind dich morgen fragt…« (Dtn 6,20). Kinderbibeln im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit.

Das komplette Programm des Studientages findet sich hier.

Dank an Umberto Eco

Dass Bibliker eine gewisse Affinität zu Umberto Ecos Werk besitzen, ist sicher kein Zufall. Wer sich halbwegs ernsthaft mit Fragen der Auslegung, der Übersetzung, des Buchdrucks und der Relevanz von textlichen Traditionen auseinandersetzt, kommt an dem grandiosen Werk dieses Mannes nicht vorbei. „Dank an Umberto Eco“ weiterlesen

Notizen zur Entwicklung des römisch-katholischen Eheverständnisses IV

Gratian hatte die Durchsetzung der Ehefähigkeit von Sklaven vorangetrieben und er urteilte, dass eine Frau nicht gegen ihren Willen verheiratet werden darf – ebenso wie ein Mann. Damit legte er die Grundlage für die klassische Formulierung des römisch-katholischen Eherechts, die in zeitlicher Nähe zu der Erstellung seiner Rechtssammlung erfolgte.
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