Am ersten Tag der Woche

Mehrfach wird im neuen Testament im Zusammenhang mit der Auferstehung Jesu ein Ausdruck verwendet, der – sachlich richtig – als „erster Tag der Woche“ übersetzt wird. Und doch sind die griechischen Formulierungen so bemerkenswert, dass sie einen näheren Blick verdienen.

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Herders Neues Bibellexikon

Der Online-Shop des Linzer Bibelwerkes bietet sein sehr gutes Bibellexikon um € 25,80.- an. Hier werden nicht nur 5000 biblische Begriffe und Namen auf sehr gutem Niveau (und reich illustriert) verständlich erklärt, sondern auch mit einer durchsuchbaren CD-ROM ausgeliefert. Ein – wie ich finde – sehr gutes Angebot.

Rezension von „Bibel falsch verstanden“

Das ist ein Buch, das ich gerne bespreche, denn es behandelt einen Themenbereich, das das zentrale Anliegen dieses Blogs ist: die Auslegung der Bibel. Und es ist von Autoren und Autorinnen geschrieben worden, die ich teilweise persönlich kenne und schätze.

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„Kennt und verurteilt das Alte Testament Homosexualität?“

Eine gute Ergänzung zu meinem Artikel aus diesem Blog ist dieser Aufsatz, den der Mainzer Alttestamentler Thomas Hieke 2015 publiziert hat: „Kennt und verurteilt das Alte Testament Homosexualität?“ Er gibt auf diese Frage eine klare Antwort. Lesenswert.

Da trat eine Finsternis ein I

In den Passionserzählungen der Synoptiker tritt am Karfreitag drei Stunden vor dem Tod Jesu eine Sonnenfinsternis ein, die bis zum Tod Jesu andauert (Mt 27,45 f.; Mk 15,33 f.; Lk 23,44 f.). Johannes berichtet sie in seiner Passion nicht. Auch hier gibt es – zumindest auf den ersten Blick – eine interessante außerbiblische Parallele.

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Der Spottkönig

Eine weitere bemerkenswerte Parallele zwischen den Passionsberichten der kanonischen Evangelien und einem jüdischen Autor des ersten Jahrhunderts findet sich in Philos Werk „In Flaccum“. Man vergleiche einmal die Schilderung des Spottkönigs in Mt 27,27-31 und Mk 15,16-20 mit dieser Episode.

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Die Vorhersage der Zerstörung Jerusalems durch Jesus

Die Vorhersage der Zerstörung des Tempels durch Jesus ist in den kanonischen Evangelien mehrfach überliefert: Mt 24,1-2; Mk 13,1-2; Lk 21,5-6; (vgl. Lk 19,41-44). Das ist unter anderem deshalb wichtig, weil dieses Wort heute noch gerne zur Datierung der Entstehung des Markus-Evangeliums herangezogen wird, im Sinne eines »vaticiniums ex eventu«: Markus wusste um die Zerstörung des Tempels und legte dieses Ereignis Jesus in den Mund, was darauf hinweise, dass Markus sein Evangelium nicht vor der Zerstörung des Tempels habe schreiben können. Bevor ich dieses Argument näher würdige, will ich auf eine nicht so bekannte Erzählung eingehen, die ebenfalls von einer Unheilsprophetie Jesu über Jerusalem und den Tempel berichtet, nur dass es sich nicht um Jesus von Nazareth, sondern um Jesus, den Sohn des Ananos handelt. Von ihm erzählt Flavius Josephus in seiner Geschichte des jüdischen Krieges:

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