Emmanuel Levinas veröffentlichte 1963 in dem Sammelband »Difficile liberté. Essais sur le judaïsme« den Aufsatz »Une religion d’adultes«. Hier zitiert er ohne Stellenangabe einen Abschnitt, der im französischen Original bei ihm folgendermaßen lautet: „Was ist das wichtigste Gebot der Tora?“ weiterlesen
Autor: Oliver Achilles
Zum neutestamentlichen Kanon des Origenes
Um den neutestamentlichen Kanon ranken sich viele Verschwörungstheorien. Aber es gibt auch Versuche, den Kanonschluss (es wird nichts mehr hinzugefügt und nichts mehr weggenommen) deutlich früher anzusetzen, als mit dem berühmten Osterfestbrief von Bischof Athanasius von Alexandria, der als der erste Zeuge für den abgeschlossenen Kanon gilt. Das war im Jahr 367 n. Chr. 1 Als Kronzeuge einer früheren Datierung wird gerne Origenes genannt. „Zum neutestamentlichen Kanon des Origenes“ weiterlesen
Der babylonische Talmud zur Entstehung der Septuaginta
Ich hatte gezeigt, dass die christlichen Autoren der frühen Kirche der Septuaginta ihr Vertrauen schenken wollten, obwohl sie zugleich (wie etwa Irenäus und Augustinus) von tiefem Misstrauen gegen die jüdische Überlieferung der Bibel erfüllt waren – aber die LXX ist nun einmal eine jüdische Übersetzung der hebräischen Bibel. Man war also doch auf die Zuverlässigkeit dieser Tradition angewiesen. „Der babylonische Talmud zur Entstehung der Septuaginta“ weiterlesen
Die Legenden zur Entstehung der Septuaginta IV
Im Grunde genommen hatte mit Irenäus die Legendenbildung zur Septuaginta ihren Höhepunkt erreicht, von nun an wurde die erreichte Fassung verbreitet und theologisch ausgewertet. Wie schnelle das ging, kann man an Clemens von Alexandria sehen, der 215 gestorben ist. Erstaunlich ist, wie rasch Clemens in Alexandria die Bücher von Irenäus aus Lyon zur Verfügung standen. 1 „Die Legenden zur Entstehung der Septuaginta IV“ weiterlesen
Die Legenden zur Entstehung der Septuaginta III
Im letzten Beitrag hatte ich gezeigt, wie Justin von Rom (gest. 162/168) die erstmals im Aristeas-Brief greifbare Legende charakteristisch abgewandelt hatte. Noch deutlich weiter geht Irenäus von Lyon, der allerdings Motive des Justin aufgreift. „Die Legenden zur Entstehung der Septuaginta III“ weiterlesen
Die Legenden zur Entstehung der Septuaginta II
Ich untersuche hier, wie die ursprünglich im Bericht des Pseudo-Aristeas erzählte Legende weitergewachsen ist und im jungen Christentum transformiert wurde.
„Die Legenden zur Entstehung der Septuaginta II“ weiterlesen
Die Legenden um die Entstehung der Septuaginta I
Das älteste Zeugnis über die Entstehung der Septuaginta ist der „Brief“ des Pseudo-Aristeas an Philokrates, in dem die Legende in ihrer ursprünglichen Gestalt erscheint. Das Alter des Berichtes, zu dessen Charakterisierung sein Autor denselben Begriff verwendete wie der Evangelist Lukas im Vorwort seines Evangeliums – διήγησις (Erzählung, Bericht) – ist nicht genau datierbar. Dazu ein paar Einschätzungen: „Die Legenden um die Entstehung der Septuaginta I“ weiterlesen
Schwestern und Brüder in den biblischen Lesungen
Eine vertraute Szene im katholischen Gottesdienst: der Lektor/die Lektorin tritt an den Ambo und verkündet eine Brieflesung aus dem NT. Er oder sie beginnt mit der (oft nur im Lektionar – nicht aber im Bibeltext vorhandenen) Anrede: »Brüder!«. Die sich zumeist in der Mehrzahl befindenden Schwestern sollen sich ohrenkundig nicht angesprochen fühlen. Das wird sich jetzt mit der revidierten Einheitsübersetzung ändern. „Schwestern und Brüder in den biblischen Lesungen“ weiterlesen
Die neue Einheitsübersetzung – ein Elchtest
Gestern hatte ich das erste Mal die neue Einheitsübersetzung der Bibel in der Hand – was liegt näher als eine Durchsicht durch die falsch übersetzten Stellen, die ich bisher hier im Blog aufgeführt habe? Wie schlägt sich die revidierte Fassung – und lohnt eine Neuanschaffung? „Die neue Einheitsübersetzung – ein Elchtest“ weiterlesen
Rezension: Das Fleisch und das Blut Jesu
Das besprochene Werk, 2014 im Kohlhammer-Verlag erschienen, wurde vom Autor Jan Heilmann 2013 bei Peter Wick an der Ruhr-Universität Bochum als Dissertation eingereicht. Im Kern besteht es aus der These, dass die traditionell eucharistisch aufgefassten Texte des Johannesevangeliums, besonders die Brotrede im sechsten Kapitel, keinen Bezug auf das letzte Mahl Jesu haben. „Rezension: Das Fleisch und das Blut Jesu“ weiterlesen