In Röm 16,7 spricht Paulus von Andronikus und Junia und nennt sie »ausgezeichnet unter den Aposteln«. Da diese Lesart nicht unumstritten ist (die EÜ hat sie nicht), möchte ich hier kurz darlegen, dass sie der katholischen Auslegungs-Tradition entspricht. „Nochmal zum Thema »Junia«“ weiterlesen
Kategorie: Auslegung
Ist die Bibel »eine Sammlung primitiver Legenden?«
So hat es Albert Einstein in einem nicht zur Veröffentlichung bestimmten Brief formuliert, der jetzt auf Ebay um eine Vermögen versteigert werden soll. Sollte ich dieses Blog angesichts des vernichtenden Urteils eines solchen genialen Menschen nicht besser still und heimlich einstellen? „Ist die Bibel »eine Sammlung primitiver Legenden?«“ weiterlesen
»Vom Saulus zum Paulus?«
Heute sah ich in der Buchhandlung diesen Titel: »Vom Saulus zum Paulus: Skinhead, Gewalttäter, Pastor – meine drei Leben«. Klingt nicht unspannend, allerdings kann ich zum Inhalt des Buches nichts sagen, da ich es nicht gelesen habe. Dafür umso mehr zum Titel. „»Vom Saulus zum Paulus?«“ weiterlesen
Konsonantenkontinuum und Kürbispflanzen
Unter diesem Titel zunächst rätselhaften Titel habe ich beim Basiskurs Altes Testament eine Einheit gestaltet, die auf zwei wesentliche Eigenheiten des Bibeltextes aufmerksam will. „Konsonantenkontinuum und Kürbispflanzen“ weiterlesen
Wo ist die Bibelauslegung zu Hause – im Kloster oder im Lehrhaus?
Hier die Vorstellung einer Auslegungsfigur in zwei Varianten: es geht um den Patriarchen Jakob, den Zwillingsbruder Esaus. Die Tora spricht in einem Halbsatz über sein Aufwachsen – und die alten Ausleger zogen aus einem Wort dieses Satzes weitreichende Schlüsse. „Wo ist die Bibelauslegung zu Hause – im Kloster oder im Lehrhaus?“ weiterlesen
Muss ein Christ die Bibel lesen? I
Was für eine Frage – wie soll es denn ohne sie gehen? Gerne wird in diesem Zusammenhang auf das von Jesus zitierte Tora-Wort verwiesen: »nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes« (Lk 4,4; Mt 4,4; vgl. Dtn 8,3 – Ü: Elberfelder 1905) Doch es gibt ein berühmtes Gegenbeispiel.
Die Asche der roten Kuh II
Ich kann weiterhin keinen befriedigenden Ansatz zur Auslegung von Num 19 anbieten, nur zwei Beobachtungen, die aber meiner Meinung nach in eine gute Richtung weisen.
In wieviel Tagen hat Gott die Welt erschaffen?
Keine Angst, das wird kein fundamentalistischer Schöpfung vs. Evolutions Beitrag, sondern ein kurzer Blick in die Auslegungsgeschichte von Gen 2,2.
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Historisch-kritische vs. traditionelle Bibelauslegung?
Ein flüchtiger Blick auf die Artikel dieses Blogs zeigt, dass ich grosses Interesse an der traditionellen christlichen und jüdischen Bibelauslegung habe. Da scheint es nahezuliegen, eine Schublade aufzumachen: hier wird ein vorkritischer Zugang vertreten, der sich nicht auf der Höhe der derzeitigen wissenschaftlichen Auseinandersetzungen bewegt. Aber muss das wirklich so sein? Ohne die Spannungen zwischen traditionellen und historisch-kritischen Zugängen leugnen zu wollen, haben mich einige Beobachtungen in den letzten Monaten zum Grübeln gebracht. Ich will das einmal an zwei Beispielen verdeutlichen.
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»Der Mann ist das Haupt der Frau«
In der Leseordnung meiner Kirche ist am heutigen Sonntag die Lesung aus Epheser 5 vorgesehen, die einige schwerwiegende Aussagen über das Verhältnis von Mann und Frau enthält, wie zum Beispiel diese: »sondern wie sich die Kirche dem Messias unterordnet – so auch die Frauen den Männern in allem« (Eph 5,24 MÜ). Wie ist es heute möglich, einen solchen Text im Gottesdienst konstruktiv auszulegen? „»Der Mann ist das Haupt der Frau«“ weiterlesen