Tacitus berichtet im vierten Buch seiner Historien von der Heilung eines Blinden und eines Gelähmten in Alexandria durch den römischen Kaiser Vespasian (9-79 n. Chr.). 1 Die Erzählung wird in verknappter Form auch in der Biografie des gleichen Kaisers durch Sueton wiedergegeben. Werfen diese Berichte ein erhellendes Licht auf neutestamentliche Texte? „Die Heilung eines Blinden und eines Gelähmten – durch Vespasian“ weiterlesen
Autor: Oliver Achilles
Eine Inschrift aus der Zeit und mit dem Namen Elischas?
Amihai Mazar, Leiter der Ausgrabungen des Tel Reḥov durch das Institut für Archäologie der Hebrew University in Jerusalem ist der Meinung, eine Tonscherbe aus dem 10. Jh. BCE gefunden zu haben, die mit dem Namen des biblischen Propheten Elischa beschrieben sei. Mich überzeugt er damit nicht. „Eine Inschrift aus der Zeit und mit dem Namen Elischas?“ weiterlesen
»Die halbseitige Lähmung des Christentums«
An dieses Nietzsche-Zitat musste ich denken, als ich den Aufsatz von Udo Schnelle las: »Das Neue Testament − Gotteswort, Menschenwort oder irgendetwas dazwischen?« Der an der Universität Halle-Wittenberg lehrende Neutestamentler hat die wohl meistgekaufte deutschsprachige Einleitung in das Neue Testament geschrieben, ein Werk, das mittlerweile in der 8. Auflage erschienen ist. „»Die halbseitige Lähmung des Christentums«“ weiterlesen
Wer ist denn nun mein Nächster?
Mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass das Gebot der Nächstenliebe keine »Erfindung« Jesu ist, sondern sich bereits in der Tora findet: Lev 19,18. Trotzdem fehlt es nicht an Versuchen, die Vorreiterrolle der Tora herabzusetzen. „Wer ist denn nun mein Nächster?“ weiterlesen
Thomas von Aquin über die Tora-Observanz Jesu
Hat sich Christus an die Tora gehalten? Thomas diskutiert diese Frage in seiner Summa Theologica (III,40,4). Wie gewohnt, bringt er zuerst Einwände gegen die Position die er vertritt, um dann nach einem Gegenargument (sed contra) seine eigene Auffassung zu entwickeln. Am Schluss wird dann auf die genannten Einwände eingegangen. „Thomas von Aquin über die Tora-Observanz Jesu“ weiterlesen
Über das Widerkäuen – oder die Ruminatio
Im letzten Beitrag hatte ich einen anspruchsvollen Abschnitt aus Augustinus übersetzt, in dem er die Speisegebote aus Lev 11 allegorisch deutete. Die dort genannten Wiederkäuer würden sich eigentlich auf eine meditative Technik beziehen. Diese Interpretation stammt von Philo Alexandrinus. Hier ist der Text. „Über das Widerkäuen – oder die Ruminatio“ weiterlesen
Hat Jesus die Speisegesetze aufgehoben?
Diese Frage gehört in den Kontext der Untersuchung, ob Jesus sich an die Gebote der Tora gehalten hat, oder nicht. Ich möchte hier zwei Antworten vorstellen, eine historisch argumentierende und danach einen Beitrag von Augustinus. „Hat Jesus die Speisegesetze aufgehoben?“ weiterlesen
Symposium »Lebendiges Wort Gottes« in Wien
Für Kurzentschlossene: am Donnerstag, dem 22. Oktober findet von 17.00 – 21.00 Uhr im Don Bosco Haus in Wien ein Symposium mit Walter Kirchschläger, Roland Schwarz, Gudrun Schellner, Markus Schlagnitweit und mir statt. Hier gbt es den Folder zur Veranstaltung, anmelden kann man sich hier.
»Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder«
Diese bekannte Aussage Jesu aus Mt 18,3 wird gerne im Sinne einer infantilen Glaubenspraxis ausgelegt. Ich habe für mich eine erwachsenere Auslegung entdeckt. „»Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder«“ weiterlesen
In eigener Sache: Auslegung im Radio
In dieser Woche, vom 5. – 10. Oktober 2015, darf ich mir im Österreichischen Rundfunk »Gedanken für den Tag« machen.