Im letzten Beitrag hatte ich einen anspruchsvollen Abschnitt aus Augustinus übersetzt, in dem er die Speisegebote aus Lev 11 allegorisch deutete. Die dort genannten Wiederkäuer würden sich eigentlich auf eine meditative Technik beziehen. Diese Interpretation stammt von Philo Alexandrinus. Hier ist der Text. „Über das Widerkäuen – oder die Ruminatio“ weiterlesen
Kategorie: Auslegung
Hat Jesus die Speisegesetze aufgehoben?
Diese Frage gehört in den Kontext der Untersuchung, ob Jesus sich an die Gebote der Tora gehalten hat, oder nicht. Ich möchte hier zwei Antworten vorstellen, eine historisch argumentierende und danach einen Beitrag von Augustinus. „Hat Jesus die Speisegesetze aufgehoben?“ weiterlesen
»Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder«
Diese bekannte Aussage Jesu aus Mt 18,3 wird gerne im Sinne einer infantilen Glaubenspraxis ausgelegt. Ich habe für mich eine erwachsenere Auslegung entdeckt. „»Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder«“ weiterlesen
Zur Geltung der Tora im NT
Die Ansicht, das Jesus die Tora aufgehoben habe, ist weit verbreitet. Entsprechende Passagen lassen sich im NT leicht finden, besonders in der Briefliteratur (bspw. Eph 2,15). Aber es wäre nicht die Bibel, wenn nicht auch eine ganz andere Sichtweise zu Wort kommen würde. Daher habe ich hier eine entsprechende Sammlung aus den kanonischen Evangelien zusammengetragen. „Zur Geltung der Tora im NT“ weiterlesen
Gott als »Abba«
Über dieses Thema habe ich schon einmal geschrieben, hier noch eine Ergänzung aus dem Bavli. Sie handelt von Chanan »dem Verborgenen«, einem Enkel von Choni, »dem Kreiszieher«. „Gott als »Abba«“ weiterlesen
Hieronymus und die Esel in Jerusalem
In der heutigen Lesehore wird diese Auslegung des Hieronymus zu Sach 9,9 geboten, die bekannte Stelle, in der der Friedenskönig auf einem Esel in Jerusalem einreitet. „Hieronymus und die Esel in Jerusalem“ weiterlesen
»Nicht ein einziges Jota oder ein einziges Pünktchen« II
Schon Origenes (um 185 – etwa 253) hatte versucht zu zeigen, dass Mt 5,17 gerade nicht das bedeutet, was der Litteralsinn des Textes besagt: dass Jesus die andauernde Geltung von Tora und Propheten verkündet hat. Der in dieser Tradition stehende Johannes Chrysostomos (um 349 – 407) schlägt deutungsmässig einen anderen Weg ein, kommt aber zu einem ähnlichen Ergebnis. „»Nicht ein einziges Jota oder ein einziges Pünktchen« II“ weiterlesen
Rudolf Bultmann über Hitler und den Staat Israel
1935 verweigerte der an der Universität Bonn lehrende Schweizer Theologe Karl Barth den Eid auf Adolf Hitler. Als einer der geistigen Väter der »Barmer Theologischen Erklärung« und damit der »Bekennenden Kirche« musste er daraufhin nicht nur seinen Lehrstuhl aufgeben, sondern Deutschland verlassen. 1 „Rudolf Bultmann über Hitler und den Staat Israel“ weiterlesen
»Nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen«
Mt 5,17-18 und Lk 16,17 überliefern ein Wort Jesu, das die bis heute ungeklärte Frage auf den Punkt bringt: Was bedeutet die Tora für das Christentum? „»Nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen«“ weiterlesen
Das Gleichnis von den Minen
Das meiner Meinung nach aus der Logienquelle Q stammende Gleichnis ist von Lukas und Matthäus ganz unterschiedlich akzentuiert worden. Ich beschäftige mich hier mit der lukanischen Fassung in Lk 19,11-27. „Das Gleichnis von den Minen“ weiterlesen