Sind Diskussionen über Bibelauslegung sinnvoll?

»It was Blasphemy to talk Scripture out of Church.« (Mrs. Adams in Henry Fieldings Joseph Andrews, IV,12,253)

Einleitung

So alt wie die biblischen Texte ist die Frage ihrer Auslegung. Ein kleines, aber kanongeschichtlich gesehen, feines Beispiel, stellt diese Aussage des zweiten Petrusbriefes dar:

Und die Geduld unseres Herrn betrachtet als eure Rettung. Das hat euch auch unser geliebter Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben;
es steht in allen seinen Briefen, in denen er davon spricht. In ihnen ist einiges schwer zu verstehen und die Unwissenden, die noch nicht gefestigt sind, werden diese Stellen ebenso verdrehen wie die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben. (2 Petr 3,15-16; REÜ)

Interessantwerweise konstantiert der Autor diese Verdrehungen einfach, ohne aber eine Gegenmaßnahme vorzuschlagen. Jeder Mensch, der sich, wie ich, mit Bibelauslegung beschäftigt, wird aber auf Deutungen treffen, die er oder sie als katastrophisch empfindet. Soll man dann darüber diskutieren?

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Diese Bibelstelle verstehe ich nicht

Die größte Herausforderung für bibelauslegende Menschen ist nicht ein schwer verständlicher oder gar unverständliche Texte der Bibel, sondern das Eingeständnis, mit einem solchen Abschnitt der Schrift Schwierigkeiten zu haben oder ihn gar nicht zu verstehen. Dabei befindet man sich mit beiden Problemen in guter Gesellschaft. „Diese Bibelstelle verstehe ich nicht“ weiterlesen

Schöne Übersetzungen I

Damit das hier kein Mäkel-Blog wird, in dem nur schlechte Übersetzungen beklagt werden (und Übersetzung ist schon immer Auslegung), zur Abwechslung mal ein Beitrag über gelungene Beispiele, in diesem Fall an Hand einer klassischen Formulierung aus Jesaja.

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