Morija lautet der Namen des Berges, auf dem Abraham seinen Sohn fesselte und auf den Altar legte. Ich plädiere dafür, diesen Namen von der hebräischen Wurzel des Verbs »sehen« abzuleiten. Dafür gibt es gute österliche Gründe. „Von Morija nach Ostern“ weiterlesen
Kategorie: Auslegung
Rabbi Chija und Rabbi Janai diskutieren, Hieronymus hört zu
Eine spezielle Frage zur Erzählung von der Bindung Isaaks ist die Bedeutung des Ausdrucks Morija – also des Ortes, an den Abraham mit einem seiner Söhne geschickt wurde. Hier ein kurzer Blick in die Diskussion: „Rabbi Chija und Rabbi Janai diskutieren, Hieronymus hört zu“ weiterlesen
Lech lecha – ein Schlüssel zu Gen 12 und 22 (MBR 55)
Mit diesem Hebräischen Ausdruck werden zwei zentrale Ereignisse im Leben Abrahams eingeleitet: sein Auszug aus dem Land seiner Väter und die Erzählung von der Bindung Isaaks. In meisterhafter Weise wird der Zusammenhang der beiden Verse Gen 12,1 und 22,2 im Midrasch Bereschit Rabba untersucht. „Lech lecha – ein Schlüssel zu Gen 12 und 22 (MBR 55)“ weiterlesen
»Eli, Eli, lema sabachthani«
Ich bin gefragt worden, ob dieser Satz in der Einheitsübersetzung eigentlich richtig übersetzt sei? Müsse er nicht richtig »Eli, Eli, lāmā azav’tāni« heißen? Und verändere sich dadurch nicht die Bedeutung in »Mein Gott, mein Gott, warum habe ich dich verlassen?« Die Antwortet lautet: Nein. Zur Begründung muss ich etwas ausholen. „»Eli, Eli, lema sabachthani«“ weiterlesen
Nichtchristliche Quellen über Jesus von Nazaret II
Ein weiterer wichtiger Text in diesem Zusammenhang findet sich in den »Jüdischen Altertümern« des Flavius Josephus (37 – ca. 100 n.d.Z.). Der Text gilt weithin als authentisch. „Nichtchristliche Quellen über Jesus von Nazaret II“ weiterlesen
Nicht christliche Quellen über Jesus von Nazaret I
Ich möchte hier einige nichtchristliche Quellen über das Leben Jesu vorstellen, und beginne hier mit der berühmten Passage aus den Annalen des römischen Historikers Publius Cornelius Tacitus (ca. 55 – 116 n. Chr.). „Nicht christliche Quellen über Jesus von Nazaret I“ weiterlesen
Zur Heilung des Aussätzigen in Mk 1, 39-45
Ein paar Gedanken meinerseits zu diesem Evangelium – schon seine textliche Überlieferung ruft Fragen auf – genauso wie die in meinen Augen problematische Kombination mit der entsprechenden »Lesung« aus Lev 13,1-2.43ac.44ab.45-46 (sic!), wie sie die Leseordnung meiner katholischen Kirche vorsieht. „Zur Heilung des Aussätzigen in Mk 1, 39-45“ weiterlesen
Paulus und Qumran
Nach Markus und der Logienquelle Q jetzt ein Beitrag zu Paulus und Qumran. Einer der Schlüsselverse seiner Bibel war für Paulus Hab 2,14b. Durch Markus Tiwald 1 bin ich auf eine verblüffende Parallele zur Auslegung dieser Stelle in Qumran aufmerksam geworden. „Paulus und Qumran“ weiterlesen
Ein Mischna-Zitat im Koran
Ein Wort aus dem Koran ist in den letzten Wochen immer wieder zitiert worden: »Wer einen Menschen tötet, der hat die ganze Welt getötet.« Mir ist dabei aufgefallen, dass der Vers nie vollständig zitiert wurde – und dass dieses Wort aus der Mischna stammt, also aus der jüdischen Tradition. „Ein Mischna-Zitat im Koran“ weiterlesen
Hieronymus und Bereschit Rabba zu Lots Töchtern
Eine wirklich seltsame Erzählung der Genesis ist die von Lots Töchtern, die in der Meinung, sie und ihr Vater seien die letzten überlebenden Menschen, Lot betrunken machen, um dann mit ihm den Stammvater der Moabiter und Ammoniter zu zeugen. Das klang schon in der Antike sehr erklärungsbedürftig. „Hieronymus und Bereschit Rabba zu Lots Töchtern“ weiterlesen