Paulus und der Fluch des Gesetzes

Im dritten Kapitel des Galterbriefes spricht Paulus davon, dass alle, die aus den Werken des Gesetzes sind, unter dem Fluch sind (Ὅσοι γὰρ ἐξ ἔργων νόμου εἰσίν, ὑπὸ κατάραν εἰσίν) und beruft sich dabei auf Dtn 27,26: Denn es ist geschrieben: Verflucht ist jeder, der sich nicht treu an alles Geschriebene hält in dem Buch des Gesetzes, um es zu tun. (Γέγραπται γὰρ ὅτι ἐπικατάρατος πᾶς ὃς οὐκ ἐμμένει πᾶσιν τοῖς γεγραμμένοις ἐν τῷ βιβλίῳ τοῦ νόμου τοῦ ποιῆσαι αὐτά. Gal 3,10) Und zwei Verse weiter spricht er davon, dass der Messias uns losgekauft hat aus dem Fluch des Gesetzes, indem er für uns zum Fluch wurde. (Χριστὸς ἡμᾶς ἐξηγόρασεν ἐκ τῆς κατάρας τοῦ νόμου γενόμενος ὑπὲρ ἡμῶν κατάρα). Diese kühne Dialektik wird wieder durch ein Zitat aus dem Deuteronomium (Dtn 21,23) erläutert: Denn es ist geschrieben: Verflucht ist jeder, der auf dem Holz aufgehängt ist (Ὅτι γέγραπται· ἐπικατάρατος πᾶς ὁ κρεμάμενος ἐπὶ ξύλου. Gal 3,13)

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Der König muss ein Buch abschreiben, in dem er dann jeden Tag lesen muss

Ich habe mich dieser Tage noch einmal mit dem Königsgesetz aus Dtn 17,14-20 beschäftigt und dabei sind mir zwei Aspekte bei gängigen deutschen Übersetzungen von Dtn 17,18 aufgefallen.

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