Die Legenden um die Entstehung der Septuaginta I

Das älteste Zeugnis über die Entstehung der Septuaginta ist der „Brief“ des Pseudo-Aristeas an Philokrates, in dem die Legende in ihrer ursprünglichen Gestalt erscheint. Das Alter des Berichtes, zu dessen Charakterisierung sein Autor denselben Begriff verwendete wie der Evangelist Lukas im Vorwort seines Evangeliums – διήγησις (Erzählung, Bericht) – ist nicht genau datierbar. Dazu ein paar Einschätzungen: „Die Legenden um die Entstehung der Septuaginta I“ weiterlesen

»Blut ist ein ganz besondrer Saft« I

sagt Mephistopheles im ersten Teil des Faust. Hinter seiner Einschätzung steht natürlich wieder ein von der Bibel geprägtes Weltbild, und dort ist das Blut wirklich etwas ganz besonderes. „»Blut ist ein ganz besondrer Saft« I“ weiterlesen

Treue oder Glauben II

Ich habe mir jetzt einmal zentrale paulinische Aussagen zu diesem Thema angesehen. Was auf den ersten Blick wie eine grammatikalische Spitzfindigkeit wirkt, hat es theologisch in sich. „Treue oder Glauben II“ weiterlesen

War Methusalem in der Arche?

Was ziemlich seltsam klingt, war nach dem Zeugnis des Hieronymus eine in der alten Kirche heiß diskutierte Frage. Und sie hing wieder einmal mit Unterschieden zwischen dem hebräischen Text der Bibel und der Septuaginta zusammen. „War Methusalem in der Arche?“ weiterlesen

Priester = Götter?

In der katholischen Tradition werden Priester ausdrücklich als »Götter« bezeichnet. Woher das kommt, und was damit gemeint ist, soll dieser Beitrag erörtern. Vorab nur so viel: Es hat wieder einmal etwas mit der Septuaginta zu tun.  „Priester = Götter?“ weiterlesen

Hörend nicht hören?

Zu einer Besonderheit der hebräischen Sprache gehört die Verdoppelung eines Verbes, um eine Aussage zu betonen. Dieses Sprachspiel kann eigentlich nicht sinnvoll wörtlich übersetzt werden, aber genau das passiert laufend in der LXX – mit Auswirkungen tief in das Neue Testament hinein. „Hörend nicht hören?“ weiterlesen

Konsonantenkontinuum und Kürbispflanzen

Unter diesem Titel zunächst rätselhaften Titel habe ich beim Basiskurs Altes Testament eine Einheit gestaltet, die auf zwei wesentliche Eigenheiten des Bibeltextes aufmerksam will.  „Konsonantenkontinuum und Kürbispflanzen“ weiterlesen

Schöne Übersetzungen I

Damit das hier kein Mäkel-Blog wird, in dem nur schlechte Übersetzungen beklagt werden (und Übersetzung ist schon immer Auslegung), zur Abwechslung mal ein Beitrag über gelungene Beispiele, in diesem Fall an Hand einer klassischen Formulierung aus Jesaja.

„Schöne Übersetzungen I“ weiterlesen

David und Batseba in den Fassungen der LXX

Im letzten Semester haben wir in einem Septuaginta Lektüreseminar die großartige Erzählung von David und seinem Ehebruch mit Batseba gelesen, wobei nicht nur die Unterschiede zwischen dem hebräischen Text und der Septuaginta, sondern die beiden unterschiedlichen Textzeugen innerhalb der griechischen Varianten sehr aufschlussreich sind. „David und Batseba in den Fassungen der LXX“ weiterlesen

Hieronymus zu seiner Psalmenübersetzung

Wie bereits erwähnt, hat Hieronymus den Psalter doppelt übersetzt: einmal nach der Septuaginta, das andere Mal aus dem Hebräischen. Dabei stand er unter einem doppelten Druck: er musste sich gegen innerkirchliche Kritiker verteidigen, die seiner Übersetzung aus dem Hebräischen grundsätzlich ablehnend gegenüber standen – und er wusste um die Unterschiede zwischen dem hebräischen Text und der LXX-Fassung, die christliche Apologeten in der Diskussion mit jüdischen Menschen stark verunsicherten.  „Hieronymus zu seiner Psalmenübersetzung“ weiterlesen