Rezension: Das Fleisch und das Blut Jesu

Das besprochene Werk, 2014 im Kohlhammer-Verlag erschienen, wurde vom Autor Jan Heilmann 2013 bei Peter Wick an der Ruhr-Universität Bochum als Dissertation eingereicht. Im Kern besteht es aus der These, dass die traditionell eucharistisch aufgefassten Texte des Johannesevangeliums, besonders die Brotrede im sechsten Kapitel, keinen Bezug auf das letzte Mahl Jesu haben. „Rezension: Das Fleisch und das Blut Jesu“ weiterlesen

War der Apostel Paulus verheiratet?

Der Wortlaut von Phil 4,3 lässt diese Frage bis heute nicht zur Ruhe kommen, ich werfe hier einen Blick auf das Pro und Contra. „War der Apostel Paulus verheiratet?“ weiterlesen

Der Kreuzträger auf dem Berg Morija

Auf den ersten Blick hat man es hier mit einer klassischen christlichen Auslegung von Gen 22,6 zu tun – der zweite Blick bringt überraschendes zu Tage. „Der Kreuzträger auf dem Berg Morija“ weiterlesen

»Nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen«

Mt 5,17-18 und Lk 16,17 überliefern ein Wort Jesu, das die bis heute ungeklärte Frage auf den Punkt bringt: Was bedeutet die Tora für das Christentum? „»Nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen«“ weiterlesen

Jesus Barrabas?

In seinem durchgehend nur in lateinischer Übersetzung erhalten gebliebenen Kommentar zum Matthäus-Evangelium überliefert Origenes eine bemerkenswerte Lesart aus der Passionserzählung: Pilatus will die Menge eine Wahl zwischen Jesus Barrabas und Jesus dem Messias treffen lassen. „Jesus Barrabas?“ weiterlesen

Das Gleichnis von den beiden Söhnen (Mt 21,28-31)

Nachdem ich bereits Textvarianten bei Markus, bei Lukas und Johannes analysiert habe, hier noch eine textkritische Nuss aus dem Matthäusevangelium: das Gleichnis von den beiden Söhnen, die der Vater bittet, in seinem Weinberg zu arbeiten. „Das Gleichnis von den beiden Söhnen (Mt 21,28-31)“ weiterlesen

Was brennt im Fegefeuer?

Eine in vielen künstlerischen Darstellungen präsente Jenseits-Vorstellung betrifft das Fegefeuer, das lateinisch als purgatorium – Reinigungsort – bezeichnet wird. Was da eigentlich genau brennt ist eine Frage, die schon in der alten Kirche diskutiert wurde, mit einem – wie ich finde – erstaunlich modern klingenden Diskussionsbeitrag aus Alexandria. „Was brennt im Fegefeuer?“ weiterlesen

»Durch Gottes Gnade« oder »getrennt von Gott«? Die Überlieferung von Hebr 2,9

Eine wichtige textkritische Frage bietet der Wortlaut von Hebr 2,9. In der aktuellen Elberfelder lautet der Vers heute so: Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jeden den Tod schmeckte.

Kann man durch Gnade Gottes (gr. cháriti theoũ) den Tod schmecken? Es gibt eine andere Lesart, die hier statt durch Gottes Gnade liest: getrennt von Gott (gr. chōrís theoũ). Demnach lautet der Schluss des Verses: damit er getrennt von Gott für jeden den Tod schmecke. Welche Version ist ursprünglicher? „»Durch Gottes Gnade« oder »getrennt von Gott«? Die Überlieferung von Hebr 2,9“ weiterlesen

»Einzig geborener Sohn« oder »einzig geborene Gott« (Joh 1,18)?

Ein Klassiker der Textkritik ist Joh 1,18. Die EÜ liest hier am Endes des Johannesprologs: Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht. 1 Doch diese Lesart ist alles andere als unumstritten. „»Einzig geborener Sohn« oder »einzig geborene Gott« (Joh 1,18)?“ weiterlesen

Show 1 footnote

  1. θεὸν οὐδεὶς ἑώρακεν πώποτε· ⸂μονογενὴς θεὸς⸃ ὁ ὢν εἰς τὸν κόλπον τοῦ πατρὸς ἐκεῖνος ἐξηγήσατο.