Die Legenden um die Entstehung der Septuaginta I

Das älteste Zeugnis über die Entstehung der Septuaginta ist der „Brief“ des Pseudo-Aristeas an Philokrates, in dem die Legende in ihrer ursprünglichen Gestalt erscheint. Das Alter des Berichtes, zu dessen Charakterisierung sein Autor denselben Begriff verwendete wie der Evangelist Lukas im Vorwort seines Evangeliums – διήγησις (Erzählung, Bericht) – ist nicht genau datierbar. Dazu ein paar Einschätzungen: „Die Legenden um die Entstehung der Septuaginta I“ weiterlesen

Rezension zu Markus Tiwald: Die Logienquelle. Text, Kontext, Theologie

Dieses Werk von Markus Tiwald, Professor für Neues Testament an der Universität Duisburg-Essen, ist ziemlich aktuell beim Kohlhammer-Verlag erschienen. Das Vorwort des Verfassers datiert vom Mai 2016. „Rezension zu Markus Tiwald: Die Logienquelle. Text, Kontext, Theologie“ weiterlesen

Wer nicht Vater und Mutter und Frau und Kinder hasst, kann nicht mein Schüler sein

Wenn Jesus für eine Aussage besonders bekannt ist, dann die, seinen Nächsten so zu lieben wie sich selbst (Lev 19,18; Mt 22,39; Mk 12,31; Lk 10,27). Da ist es einigermaßen verstörend, in Lk 14,26 zu lesen:

Wenn einer kommt zu mir und nicht hasst seinen Vater und seine Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern und auch noch sein eigenes Leben, nicht kann er sein mein Schüler (Ü: Münchner NT).

Da erheben sich doch einige Fragen.

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